PARAHUMAN. Neue Perspektiven auf das Leben mit Technik

Eine Tagung zum Abschluss des Verbundprojekts ANTHROPOFAKTE. Schnittstelle Mensch. Kompensation, Extension und Optimierung der Technischen Universität Berlin und des Deutschen Hygiene-Museums.

Von Donnerstag, 17. März 2016 - 14:00 Uhr bis Freitag, 18. März 2016 - 19:00 Uhr
Das Forschungsprojekt „Anthropofakte“ analysiert anhand des umfangreichen Prothesenbestands in der Sammlung des Deutschen Hygiene-Museums die Schnittstelle zwischen dem menschlichen Körper und seinen technischen Erweiterungen. Im Zentrum steht die Frage, wie sich in diesen Übergangsobjekten der gesellschaftliche und kulturelle Wandel im 20. und 21. Jahrhundert ausdrückt und ablesen lässt.

Ein Beispiel für diesen Zusammenhang ist die aktuelle Debatte über unterschiedliche Formen der Körpermodifikation. So ermöglichen Prothesen und andere technische Hilfsmittel zweifellos die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben; umgekehrt können solche Objekte aber auch als Instrumente verstanden werden, mit denen Menschen an gesellschaftliche Normen angepasst werden. Und während sich manche durch die Aneignung von Hochtechnologien im positiven Sinne als hybride Maschinen-Menschen – als Cyborgs – wahrnehmen, darf nicht vergessen werden, dass nicht alle Zugang zu diesen Entwicklungen haben.

Die Tagung wird sich mit diesen widerstrebenden Perspektiven auf die technischen Erweiterbarkeiten des Körpers beschäftigen. Es geht ihr um eine Bestandaufnahme und um eine Neuinterpretation des Technokörpers. Anhand von Fallbeispielen beschreibt sie den Eigensinn von Objekten der Körpererweiterung, zum anderen entwirft sie Bilder und Szenarien für ein gutes Leben, in dem auch technische Prothesen einen Platz haben können.

Die Tagung wird simultan in Gebärdensprache übersetzt.

Anmeldung bis 4. März 2016
veranstaltungen@dhmd.de, Stichwort: Parahuman

Verpflegungspauschale
30 EUR für Vollzahler; 15 EUR für Ermäßigungsberechtigte gegen Vorlage des entsprechenden Nachweises: Schülerinnen und Schüler, Studierende bis 35 Jahre, Auszubildende, Personen im Bundesfreiwilligendienst bzw. FSJ, Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld II sowie Inhaberinnnen und Inhaber der Museumsjahreskarte.

Programm