Dirk Sorge

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Echter Name: 
Studentische Hilfskraft
Technische Universität Berlin
Biographie: 

Dirk Sorge studierte Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin und am College of the Arts in Sydney, Australien und schloss das Studium 2011 als Meisterschüler ab. An der Technischen Universität Berlin studierte er bis 2012 „Kultur und Technik“ (B.A.) mit dem Kernfach Philosophie und verbrachte ein Auslandssemester an der Zhejiang Universität in Hangzhou, China. Zur Zeit ist er im Masterstudiengang „Philosophie des Wissens und der Wissenschaften“ eingeschrieben und arbeitet seit 2013 als studentische Hilfskraft im BMBF-Projekt „Anthropofakte“. Er engagiert sich ehrenamtlich im Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin und arbeitet als Bildender Künstler.

Beiträge

Im Jahr 2027 wird Blindheit heilbar sein. Die natürlichen Augen der Blinden werden durch augapfelförmige Digitalkameras ersetzt werden, die an den Sehnerv angeschlossen werden und dadurch Videobilder an den visuellen Kortex weiterleiten. Die Kamerabilder werden hochauflösend, farbig und gestochen scharf sein und Zusatzinformationen über die Umgebung in Textform enthalten. Durch die Digitalisierung und vollständige Vernetzung der Sehprothesen können die gesehenen Bilder zudem als Livestream direkt an Freunde und Bekannte verschickt werden.

Die öffentliche Sicht auf die Themen Prothetik und Behinderung ist geprägt durch Medienberichte über paralympische Superathleten, körperbehinderte Models und Cyborgs, die sich von Zukunftsvisionen der 1980er Jahren mittlerweile in unsere Zeitgenossen verwandelt haben. Das vorliegende Objekt, das Gabelmesser, lenkt die Aufmerksamkeit auf einen viel weniger spektakulären Aspekt der Prothetik, nämlich auf die lästige Bewältigung des Alltags.