Die Sammlung des Deutschen Hygiene-Museums

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Das Deutsche Hygiene-Museum versteht sich als Museum vom Menschen. Seine Sonderausstellungen beschäftigen sich mit aktuellen oder historischen Themen aus Wissenschaft und Gesellschaft, Kunst und Kultur. Im Mittelpunkt der Dauerausstellung »Abenteuer Mensch« steht das Themenfeld Körper und Gesundheit.

Körpergeschichte und damit die Frage nach dem Verhältnis von Körper und Gesellschaft bildet den thematischen Schwerpunkt der Sammlungstätigkeit des Deutschen Hygiene-Museums. Konzeptioneller Ausgangspunkt ist die Idee, dass der historisch und gesellschaftlich variable Umgang mit dem Körper eine geschichtsmächtige Kraft ist, ein Schlüssel zum Verständnis der Gesellschaft und somit auch sammlungswürdig. Ziel ist der Aufbau eines Wissensspeichers von körperassoziierten Dingen. Die Sammlung zur Körpergeschichte umfasst mittlerweile 51.000 Objekte und wird mit Neuerwerbungen – wie diesen Brustimplantaten der Firma Poly Implant Prothèse (s. Obj. 1) – kontinuierlich erweitert.

Einen wichtigen Teilbereich der körpergeschichtlichen Sammlung bildet der Schwerpunkt »Prothetik« mit etwa 700 Körperprothesen, die als künstlicher Ersatz oder Zusatz für Körper- und Organteile dienten und ausschließlich aus körperfremdem Material gefertigt wurden. Kosmetikhände und Arbeitsarme, Implantate und Epithesen, Silikonteile und Lederstücke, Maßprothesen und Passteile – die Körperersatzteile dokumentieren in ihrer Vielfalt das Bemühen, die Folgen von Krankheit, Verletzung und Alter auf technischem Weg zu beseitigen oder zu mindern. Der Bestand umfasst einen Zeitraum von mehreren hundert Jahren, wobei das Gros der Objekte aus dem 20. und 21. Jahrhundert stammt. Das Herzstück bildet eine Sondersammlung zur Geschichte der der Technischen Orthopädie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Diese Sondersammlung wurde über Jahrzehnte von dem Berliner Orthopädietechniker Klaus Dittmer zusammengetragen und dem Museum 2006 als Schenkung übergeben. Die darin enthaltenen Objekte sind nicht nur materielle Zeugnisse der Prothesenherstellung, sondern bieten aufgrund von weiteren Dokumenten sowie Aufzeichnungen, die der Sammler angefertigt hat, oft ebenso einen Zugang zu den Gebrauchsweisen und zu ihren ehemaligen Nutzern.