Technik

Die Überforderung des Menschen

Der Mensch ist in seiner biologischen Konstitution derselbe, der er nach seiner Entstehung vor 200.000 Jahren war, dennoch ist er heute ein anderer. Er ist der moderne Mensch, wie er sich selbst bezeichnet. Er hat es geschafft, als erstes Lebewesen auf diesem Planeten, sich nicht nur der Natur erfolgreich zu erwehren, sondern sich diese sogar »Untertan« zu machen. Dabei hat er es nicht nur mit der ihn umgebenden Natur geschafft, sondern auch mit der eigenen, mit der Natur in ihm.

Sind Kampfdrohnen Prothesen? Sind Piloten ihre Subjekte?

»I wanted to become a hero, but my country made me a murderer.« Dieser Satz stammt vom US-Amerikaner Brandon Bryant, der von 2007 bis 2011 als sogenannter drone operator, also als Drohnenpilot, für die U. S. Air Force tätig war. Als solcher steuerte er im Schichtdienst von einer Kommandozentrale in Nevada aus Kampfdrohnen durch Einsatzgebiete wie etwa in Afghanistan, im Irak, in Libyen, Pakistan, Somalia oder dem Jemen.

Hybrid Talks: Mensch – Technik – Interaktion

»Wie wirkt sich die Schnittstelle zwischen Technik und Mensch auf Wahrnehmungen, Handlungszusammenhänge, Wertvorstellungen und gesellschaftliche sowie technische Prozesse aus? Welchem Wandel wird sie unterzogen? In fünf Impulsvorträgen sowie in einem Showcase wurde bei den Hybrid Talks am 7. Mai die Vielfalt der Fragestellungen im Kontext der Vernetzung und Verschmelzung des Technoiden und Humanen aufgezeigt und ihre Produktivität für transdisziplinäre Projektarbeit veranschaulicht und erlebbar gemacht.Prof Dr.

Wer hat Angst vor Markus Rehm?

Mit dem Sport ist es eine eigenartige Sache. Die eine treibt ihn der Gesundheit, die andere des Vergnügens wegen. Für die eine macht er Spaß, für den anderen ist er die wichtigste Nebensache der Welt. Wir alle dürften uns einig sein, dass es die artgerechte Haltung nicht nur für Rinder, Schweine und Hühner geben sollte, sondern auch für uns Menschen. Folglich gehört angemessen körperliche Bewegung für uns zu einer der wichtigsten Aufgaben – dies schon allein aus Sorge um uns selbst. Bewegung ist gesund und für gesunde Menschen Vergnügen und Lust.

Elektronische Sehprothesen

Im Jahr 2027 wird Blindheit heilbar sein. Die natürlichen Augen der Blinden werden durch augapfelförmige Digitalkameras ersetzt werden, die an den Sehnerv angeschlossen werden und dadurch Videobilder an den visuellen Kortex weiterleiten. Die Kamerabilder werden hochauflösend, farbig und gestochen scharf sein und Zusatzinformationen über die Umgebung in Textform enthalten. Durch die Digitalisierung und vollständige Vernetzung der Sehprothesen können die gesehenen Bilder zudem als Livestream direkt an Freunde und Bekannte verschickt werden.

Inter- und transdisziplinär forschen und kommunizieren

Den Gentechnologiebericht der Berlin-Brandenburgischen Akademie für Wissenschaften und das BMBF-Verbundprojekt Anthropofakte verbindet nicht zuletzt eine basale Gemeinsamkeit: Beides sind interdisziplinär ausgerichtete Forschungsgruppen, deren Mitglieder jeweils zu verschiedenen wissenschaftlichen Fragestellungen zusammenarbeiten.

Das Schnittstellen-Problem

So hochtechnologisch Prothesen der nächsten Generation in sich auch sein mögen – die Schnittstelle zum menschlichen Körper bleibt nach wie vor prekär. Dies wird allzu oft vergessen in einem Diskurs, der von Euphorie über die technischen Möglichkeiten der modernen Prothetik einerseits, von angstbesetzten Drohszenarien unmenschlicher Maschinenkörper andererseits getragen wird. Diese ganz technischen Probleme der Materialität thematisierte Nils Borgstedt in einem Interview mit Prof. Dr. Christoph Asmuth (Projekt Anthropofakte) auf netzathleten.de.

Echte Handarbeit – Ein Werkstattprotokoll

In der Prothetik zeichnen sich momentan verschiedene Tendenzen ab. Die Frage, welches technische Niveau sich mithilfe neuester Technologien realisieren lässt, scheint sich immer weiter von der Frage zu entfernen, wie viele dieser Möglichkeiten sich massentauglich, günstig und einfach umsetzen lassen.

Körperfunktion und Erscheinungsbild

Ob Arm- oder Beinersatz, Hand- oder Fußprothese: Forschung und Technik laborieren seit jeher an dem Problem, verlorene Körperfunktionen zu ersetzen und dabei das Erscheinungsbild der Patientinnen und Patienten so gut wie möglich zu rekonstruieren. Die Sammlung des Deutschen Hygiene-Museums  (DHMD), die die Prothetik von 1870 bis in die Gegenwart dokumentiert, macht dies anschaulich: Die Objekte erzählen von der schwierigen Vereinbarkeit von Form und Funktion. Patientinnen und Patienten mussten bis in die zweite Hälfte des 20.

Material und Form

Eine Voraussetzung sowohl für den ästhetischen wie für den funktionalen Ersatz von Körperteilen ist die Verwendung zweckmäßigen Materials. Es muss sich einerseits gut formen lassen und andererseits die Solidität und Handhabbarkeit des Körperersatzteils garantieren. Welche Partien oder Funktionen auch zu ersetzen waren – immer waren Prothesenhandwerk und -industrie auf der Suche nach neuen Werkstoffen, um verlässliche, angenehm zu tragende Körperersatzteile fertigen zu können. Sie erprobten dabei Holz, Metall und Kunststoffe.